Ein Stern geht unter
Wednesday, 30. April 2008 20:13

Für alle, die denken, dies sein der Stern der roten Armee und als solcher in Deutschland keine Marke. Sorry doch dieser Stern steht in Deutschland nicht mehr für die Rote Armee. In Deutschland ist das eine Kleidermarke und als solche ist diese Marke vom Patentamt geschützt worden und schlimmer noch ein Löschungsantrag wurde abgewiesen, das heißt eine Löschung erreicht man wenn überhaupt nur in der nächst höheren Instanz.
Schlagt mich aber ich war der Meinung das im Handel übliche Waren, also alles was in einer Branche alltäglich ist, sei nicht markenfähig.
T-Shirts die mit dem roten Stern auf Khaki kokettieren und mit dem sein Träger einst Wirtschaftswunderväter schockierte sind seit Jahrzehnten im T-Shirt-Handel kleiner Alltag.
Es nimmt mich daher sehr sehr sehr wunder, dass nicht nur das Patentamt diesen Stern in diesem Wirtschaftssegment für markenfähig hält, schlimmer noch: das Patentamt beharrt auch noch darauf, hier keinen Irrtum begangen zu haben (Quelle: markenblog). Ergo sollte man davon absehen rote Sterne auf Stof zu drucken.
Bei Spreadshirt heißt das, dass alle Sterne verschwinden, auch wenn ein blauer keine Markenrechtsverletzung bedeuten würde, doch die Software gibt noch keine Sperrung einzelner Motive für einzelne Farben her. Das Nachsehen hat der Kunde, denn bei einer Monopolstellung bestimmt der Händler den Preis und damit kann so ein Shirt mit Stern recht teuer werden und Shirts mit Stern wird man nicht mehr so bequem erhalten.
Ich bin der Meinung, dass dieser Stern nun wirklich vom Markt verschwinden sollte und der Endverbraucher sollte die Konsequenz spüren. Es ist ein verbraucherfeindlicher Markt, wenn jeder Hanswurst für ein Taschengeld von 300 Euro ganze Märkte mit derlei Kinkerlitzchen blockieren kann. Wenn Patentamt und Richter nicht rigoroser Unternehmer auflaufen lassen und der Schutzfähigkeit wieder eine angemessene Kreativität zugrunde legen, dann wird der Verbraucher bald wie im Mittelalter viel viel Geld für diesen neuen Marken-”Zoll” zahlen. Unsere Politiker haben offensichtlich in Geschichte gepennt, als es darum ging, was der Fall der märkischen Zollschranken für die Wirtschaft bedeutete. Anders ist es nicht zu erklären, dass die Politik so willfährig “Geistiges Eigentum” in unserer Wirtschaft verankert und Anwaltsgattinnen nun zu Markeninhabern werden können. Das ist natürlich eine feine Sache für die Gütergemeinschaft Ehe. Mama sorgt für die Klagefähigkeit und Papa klagt fröhlich und die Richter sorgen dafür, dass diesen neuen Geldabschneidern eine segensreiche Gelddruckmaschine beschert wird.
Edit: Die Marke ist gelöscht. Recht so.
Thema: Franchies kleine Sabbelecke | Kommentare (0) | Autor: Franchie










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